Samstag, 23. März 2013

Die Mitte finden - Glaube, Gnade, Evangelium

Der Alltag bringt in Beruf und Privatleben immer wieder Konflikte mit sich, die belastend sind und in denen man sich wie gefangen fühlt. Gespräche und Klärungen helfen natürlich, Lösungen zu finden und die gemeinsame Sache weiter aber auch nun anders verstanden verändert anzugehen.
Für mich ist darüber hinaus das Finden meiner geistlichen Mitte hilfreich und entlastend. Folgendes Zitat des Theologen Ingolf Dalferth spricht mich an:
"Glaube ist das alles bestimmende Konkretwerden des Evangeliums in einem menschlichen Leben. Dieses Konkretwerden vollzieht sich als die effektive Um- und Neuorientierung des Lebens, indem es durch Gottes wirksame Gegenwart auf Gott und seinen Gegenwart hin geöffnet, in ihr verankert und für so sensibilisiert wird, das es seine Verhältnisse zu anderen, zur Um- und Mitwelt und zu sich selbst nicht mehr unter Absehung von ihr vollziehen und gestalten kann und will. Mit Evangelium ist daher die Kraft der Veränderung eines Lebens durch Gottes Gegenwart gemeint, durch die ein Leben neu, offen für Gott und für die Nächsten, eben: zum Glaubensleben wird."
(Malum, 2008, S. 335).
Vergebungsbereit macht mich auch folgendes Zitat:
"Ist Gott aber überhaupt gnädig, und von dieser Erfahrung der unverdienten Überfülle lebt die Wirklichkeit des Glaubens, dann ist Gott immer gnädig (denn seine Gnade gründet ja allein in seinem eigenen gütigen Verhalten zum Menschen und nicht in irgendeiner Güte dessen, zu dem er sich gnädig verhält), und verhält sich Gott einem Menschen gegenüber so, dann tut er das auch jedem anderen gegenüber. Deshalb sind nach Einsicht des christlichen Glaubens nicht nur die Glaubenden, sondern alle Menschen dazu bestimmt und ausersehen, im Glauben zu leben. Denn Glauben heißt nichts anderes, als aus der Überfülle von Gottes Gnade zu leben, also durch das bestimmt zu werden, was Gott in einem Leben Gutes wirkt." (Malum, 2008, S. 332).

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