Ich liebe Stille, vor allem wenn ich schlafen möchte. Aber Stille am Tag suchen, während ich wach bin? Oft hülle ich mich in den Sound von Musik ein, die mir gefällt, mich anregt, anstrengende Arbeiten leichter von der Hand gehen läßt. Aber Stille suchen als geistliche Übung? Ich möchte in dieser Hinsicht von Ludger Ägidius Schulte lernen (Mut zur Stille - eine vergessene Lebenshaltung, in: Geist und Leben 2/2006, 140-151)
"Stille ist das Wiedergewinnen von Grundhaltungen. Grundhaltungen leben von Grunderfahrungen, der Grund aber legt sich in der Stille frei." (S. 145)
"...ohne das Wagnis des Alleinseins, ja auch der Einsamkeit werden wir diese tragende Mitte nicht berühren."( S. 145)
"Die Stille ist der Ort, an dem das alte Ich stirbt und das neue Ich geboren wird; der Ort, wo der neue Mann, die neue Frau in Erscheinung tritt. Dann aber ist sie Frieden, Erfüllung, Sabbat, Glück, Freude, sich verschenkende Aufmerksamkeit, Ruhen an der Wurzel und Gehen aus der Kraft des Grundes." (S. 148)
"Alle Versuche, Gott in der Stille entgegenzugehen, sind geborgen in der Verheißung des Propheten Zefanja: 'Der Herr, dein Gott, ist in deiner Mitte .... Er freut sich und jubelt über dich, er erneuert seine Liebe zu dir, er jubelt über dich und frohlockt, wie man frohlockt an einem Festtag (3,17)." (S. 151)
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Dienstag, 8. September 2009
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