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Montag, 8. Februar 2010

Selbstvertrauen

Von Nelson Mandela habe ich heute morgen einen interessanten, diskussionswürdigen Text gefunden, als ich im Web auf der Suche nach einem Friedengebet war (in der 13. Klasse geht es gerade um die friedliche Revolution in der DDR 1989). Mandela lädt zu einem Selbstvertrauen ein, das nicht überheblich ist, sondern im Bewußtsein der Gotteskindschaft gründet. Ich habe den Text zu Beginn des Unterrichts in der 1. Stunde den Abiturientinnen als Ermutigung vorgelesen. Die eigene Stärke als von Gott geschenkte Stärke wahrnehmen, einsetzen und entfalten.

"Unsere tiefgreifendste Angst ist nicht,
dass wir den Anforderungen nicht gewachsen sind.
Unsere tiefgreifendste Angst ist,
dass unsere Kraft jedes Maß übersteigt.
Unser Licht, nicht unsere Dunkelheit
macht uns am meisten Angst.
Wir fragen uns, wie kann ich es wagen,
brillant, hinreißend, talentiert und fabelhaft zu sein?
Doch in der Tat, wie kannst du es wagen,
dies alles nicht zu sein?
Du bist ein Kind Gottes.
Wenn du dich klein machst,
erweist du damit der Welt keinen Dienst.
Es ist nichts Erleuchtetes daran, dich zu ducken,
damit sich andere Leute
in deiner Gegenwart nicht unsicher fühlen.
Wir sind geboren worden, um den Glanz Gottes,
der in uns ist, zu verwirklichen.
Und er ist nicht nur in einigen von uns;
er ist in jedem Menschen.
Und wenn wir unser eigenes Licht strahlen lassen
geben wir unbewusst den anderen Menschen
die Erlaubnis, dasselbe zu tun.
Wenn wir uns von unserer eigenen Angst befreit haben,
befreit unsere Gegenwart automatisch auch andere."

Nelson Mandela, Antrittsrede als Präsident von Südafrika, Mai 1994.

Sonntag, 29. November 2009

Angstfrei glauben

Ich bin dankbar, dass ich durch meine Eltern eine religiöse Erziehung erleben konnte, die in mir keine Ängste bezüglich Gott und Religion hervorrief (ich bin mir jedenfalls keiner bewußt - unbewußt gibt es vielleicht doch welche, aber im Unbewußten sind sie zur Zeit gut aufgehoben :))
Angst kenne ich natürlich - vor anderen Menschen, in unsicheren Situationen, in einer steilen Bergwand, vor Ablehnung durch andere, vor Einsamkeit, vor "Autoritäten" - Angst kann mich schon hin und wieder mutlos machen.
"In der Welt habt ihr Angst", so verständnisvoll spricht Jesus zu seinen Jüngern (Johannes 16,33). Wäre es da nicht widersinnig, wenn Gott ein weiterer Angstfaktor im Leben wäre? Angst dann zusätzlich noch vor Gott und seinen Ansprüchen? Angst, verloren zu gehen? Ihm nicht zu genügen? Angst vor seiner Allmacht? Weg damit!
"Habt Mut! Ich habe die Welt besiegt". Der Glaube, den Jesus Christus durch das Evangelium erweckt, führt aus der Angst heraus und ermutigt! Mit Christus verbunden sein, an ihn glauben, der mich mehr liebt als ich mich selbst, der die schönen und problematischen Merkmale meiner Persönlichkeit umfassend angenommen hat und mir seine Gutheit und Schönheit ganz geschenkt hat, der sich aufgrund seiner Liebe nie mehr von mir lossagen wird - das ist das Gegenmittel gegen allerlei Ängste, die das Leben in der Welt auslöst.
Gott in Christus nimmt uns Angst, begleitet uns in der Angst, trägt uns durch die Angst, aber er macht uns nicht Angst.
Denn um die Angst zu vertreiben durch die vollkommene Liebe, dazu ist Gott in Christus Mensch geworden.